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Ausstellungsdauer: 21.02.2005 - 24.03.2005

Im Winter erhalten städtische Denkmäler und Brunnenanlagen eine schützende Verkleidung aus Brettern und Holzlatten. Diese sogenannte gedeckelte Verschalung zeichnet den skulpturalen Körper abstrahiert nach und lässt das Objekt darunter nur noch erahnen.

Angelehnt an diese konservatorischen Maßnahmen baut Michael Schrattenthaler eine maßangefertigte Hülle für die Rote Zelle . Gleich einer schützenswerten Skulptur werden zwei Drittel des Gebäudes mit einer selbsttragenden Konstruktion aus sägerauhem Holz verkleidet. Das kräftige Rot des Außenputzes verschwindet hinter der winterlichen Holzummantelung. Der Eingang bleibt funktionsfähig, so dass der Ausstellungsraum wie üblich genutzt werden kann. Die neue Situation verändert die Wahrnehmung und macht auf das Verborgene neugierig. Gleichzeitig verschiebt sich durch den formalen Eingriff der Kontext der architektonischen Umgebung: Das Gebäude wird zur Skulptur, der Hinterhof zum öffentlichen Platz.

1971 geboren in Kufstein, Tirol
1987-91 Fachschule für Holz- und Steinbildhauerei in Innsbruck,
1991-93 Meisterklasse für Bildhauerei in Graz
1993-99 Studium an der Akademie der Bildenden Künste München bei Prof. Olaf Metzel, Meisterschüler
Projektstipendium der Erwin und Gisela von Steiner Stiftung
1.Preis des Akademievereins München
2000 Diplom; Debutantenpreis
2003 Projektstipendium der Stadt München

Ausstellungen/Projekte (Auswahl)
1995 München liegt am Meer, München
Nahverkehr, Nürnberg, (K)
1997 Musteratelier, Akademie d.B.Künste München
1998 Perle, Ausstellungsprojekt Schöpfung, Domberg in Freising(K)
Vorhang, Akademie d.B.Künste München
1999 Die Küche meiner Eltern, Akademie d. B. Künste München
Vorhang #2, Ausstellungsforum Foe 156, open art, München
2000 Jugendzimmer, Debutanten Ausstellung, Akademie d. B. Künste, München
2002 Grauzone, Ausstellungsprojekt
Anlagenstillstand, Erlangen
2004 Aus heiterem Himmel, Ausstellungsprojekt am Domberg in Freising (K)
Speicher, Skulpturenprojekt Gasteig München