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Agenten, 2004

Idee ist die Herstellung einer Gesellschaft von Agenten – einfachen Microrobotern – die minimale Funktionen wie Bewegung und Orientierung beherrschen. Die Agenten sind in der Lage, sowohl aufeinander als auch gegenüber Elementen ihrer Umgebung (Gegenstände, Publikum, etc.) zu reagieren. Sie breiten sich im Raum aus und erkunden die gesamte Ausstellungsfläche. Die Agenten sind Elemente in Bewegung, die in ihrer Gesamtheit einen Zustand der Aktivität und Interaktion verursachen sowohl für einen bestimmten Bereich als auch für unendliche Räume.

Die wohl bekannteste Quelle als Grundlage dieser Arbeit ist die Publikation von Valentin Braitenbergs „Künstliche Wesen – Verhalten kybernetischer Vehikel“ von 1986. Er beschreibt, wie mit Sensoren ausgestattete Fahrzeuge autark auf Umweltreize reagieren. Seither ist eine neue Ära der künstlichen Intelligenz und Robotik entstanden. Mehrere Institute und Privatinitiativen haben diese Ideen für ihre Forschung genutzt und Braitenbergs Theorien materialisiert.

Die technische Realisierung der „Agenten“ hat mit der Entwicklung eines Prototyps begonnen. Für die erste Präsentation in der Roten Zelle in München soll das Verhalten von 10 Agenten erprobt werden. Das Design der Agenten wurde im Computer erstellt und danach real ausgeführt. Jeder Agent zeigt durch seine technische Ausstattung Unterschiede in seiner Bewegung, Orientierung und Energieversorgung. Dadurch entstehen komplexe Bewegungen, die der Betrachter als ‚Verhalten‘ wahrnehmen kann.
Die Entwicklung dieser Arbeit wird von der Firma Behrens Elektronik und der LfA-Bank unterstützt.

Daniel Knorr, geboren 1968 in Bukarest, lebt in Berlin.


1989–95
Akademie der Bildenden Künste München
1995–96 Vermont College, USA


Preise/Stipendien
1995 Bayerischer Staatspreis; DAAD Stipendium für USA
1997 Preis der Landeshauptstadt München
1998 Postgraduiertenstipendium der Akademie München
1999 Villa Romana Preis, Florenz
2001 Senatsstipendium für Bildende Kunst der Stadt Berlin
2004 Künstlerhäuser Worpswede


Öffentliche Sammlungen
„La femme de ma vie ne m’aime pas encore“ Pinakothek der Moderne, München;
„Willy“ Museum Folkwang, Essen


Einzelausstellungen (Auswahl)
2002 „Visible/Invisible Series“ The Project, New York; „Cattle browsing in the field“ Serge Ziegler Galerie, Zürich
2001 „Not Another Ready Made“ Serge Ziegler Galerie, Zürich; Art Chicago 2001, USA; „Klaus, Klaus kommt auch zu Fuss“ Serge Ziegler Galerie, Zürich; „Haste ma’ ne Mark“ Museum Folkwang, Essen
1999 „La femme de ma vie ne m’aime pas encore“ Fri-Art, Fribourg
1994 „Good old Times“ Kunstforum Lenbachhaus, München
1993 „My Market“ Akademiegalerie, München


Gruppenausstellungen (Auswahl)
2004 5th Cetinje Biennale, Cetinje, Montenegro; „Berlin Murmur“ Ecole Superièure des Beaux Artes, Metz; Raumpool, Frankfurt
2003 „Solmurlaici“, Centre Culturel Suisse, Paris; „Crossing Perspectives“, Enlargement of the Minds, ECF Headquarters, Amsterdam
2002 „Unstable Narratives“, hartware Mediakunstverein, Dordmund; „Public affairs“ Kunsthaus Zürich
2001 „Favorites“ Serge Ziegler Galerie, Zürich; „Foto-Documente“ Galeria Noua, Bukarest; „Periferic“ Rumanian Biennal, Iasi, Rumänien; „Site Co-Opted“ Andrew Kreps Gallery, New York