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Ausstellungsdauer: 12.01.2005 - 18.02.2005 Leer, aber mitnichten kahl präsentiert sich der Ausstellungsraum der Roten Zelle in seiner Inszenierung durch Ulrich Hakel. In seiner hier gezeigten Auseinandersetzung mit der Wandmalerei begibt sich der 1973 in München geborene, in Berlin ansässige Künstler auf die Suche nach einer zeitgemäßen Interpretation dieser künstlerischen Ausdrucksform. Eine fortdauernde Konfrontation mit einer Vielzahl von Motiven, die aus den verschiedensten Themenbereichen stammen und sich in einem Gewirr abstrakter Formen behaupten, stellt sich beim Betreten des Raumes ein. Anspielungen auf Krieg und Religion, teils ironisch gebrochen, sind in der Bildsprache Hakels genauso enthalten wie sexuelle Andeutungen oder die Zitierung von Figuren aus der Welt des Comics. Einer handfesten Zuordnung in einen mehr als subjektiven Sinnzusammenhang entzieht sich jedoch jeder der erkennbaren Bildgegenstände. Hiervon mag auch die Nutzung von Schriftelementen, die lediglich auf den ersten Blick zur Vermittlung von verbindlichem Sinngehalt beizutragen vermögen, nicht ablenken. Der Betrachter bleibt letztendlich auf sich selbst verwiesen: Der Prozess der Bedeutungsfindung wird nicht als passiv, sondern als aktiv definiert. Genauso vielfältig wie die angewendete Bilderwelt stellt sich die Anwendung künstlerischer Techniken dar. Zeichenstift, Acrylfarbe, Sprühdose und Kohle teils in schriller Farbigkeit, teils in vielschichtigen Schwarz-Weiß-Abstufungen - finden Verwendung bei Anbringung direkt auf die Wand. Aber auch abnehmbare Leinwände und Collageelemente aus Papier dienen als Bilduntergrund. Gerade hierdurch geht Hakel über sein letztes großes Projekt, eine Rauminstallation und -ausmalung im Kunstraum Innsbruck (29.9.-16.10.2004, Mindshop two - Brainfucked & happy), als dessen Nachfolgeprojekt die Ausgestaltung der Roten Zelle angesehen werden kann, hinaus. Im Visier des Künstlers, der sich bereits seit seiner Studienzeit an der Münchner Kunstakademie bei Prof. Olaf Metzel mit der Wandmalerei beschäftigt, liegt es somit, den lediglich temporären Charakter der Raumausmalung aufzubrechen. Gitta Ho
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