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Betaversion 2.0 12.15min (Auszug
als mp3)
Sprecherin: Barbara te Kock; Tonmischung: Lenz Schuster
Ausstellungsdauer: 09.07.2004 03.08.2004
Drückt man den Klingelknopf der Roten Zelle, erschallt eine
Rede über den globalen Kunstmarkt aus zwei megaphonartigen Außenlautsprechern.
Beate Engl hat eine Rede Rosa Luxemburgs vom 27. Mai 1913 in Leipzig-Plagwitz
umformuliert und nachinszeniert. Analysierte die Arbeiterführerin
damals die weltpolitische Lage und agitierte für die Kühnheit
der Proletariermassen im Kampf gegen die halsbrecherischen
Unternehmungen der Kapitalisten, die die Welt verteilen, modifiziert
die Künstlerin dieses Ausgangsmaterial zu einer Ansprache über
den internationalen Kunstbetrieb. Dabei bleibt die Grundstruktur der
Originalrede erhalten und nur einzelne Begriffe werden ausgetauscht:
Der Arbeiter und Proletarier wird zum Künstler und Kulturproduzenten,
die Kapitalisten und Sozialdemokraten werden zu Galeristen und Kuratoren
und die internationalen Kriege zu weltweiten Biennalen und Großausstellungen.
Die Arbeit wurde ursprünglich auf dem Dach der Halle 14 / Stiftung
Federkiel in der Leipziger Baumwollspinnerei installiert, wo eine
von unbekannter Hand auf Halbmast gehisste Arbeiterfahne flatterte.
Nun sorgt sie bei der Roten Zelle für temporäre Kundgebungsstimmung.
Wir erwarten, dass die Künstlerschaft diese wichtige
Versammlung in Massen besucht!
Beate Engl, geboren 1973 in Regen, lebt in München.
11.2003 4.2004
Artist in Residence in der Baumwollspinnerei Leipzig,
Stiftung Federkiel
2001 2004 MFA Public Art and New Artistic Strategies
an der Bauhaus
Universität Weimar
Abschluss des Masters im Februar 2004
2002/2003 DAAD Postgraduierten-Stipendium, School of the Art
Institute of Chicago
2002 Collège Invisible, Postdiplom-Stipendium an der
ENSBA Marseilles
Künstleraustausch VCCA, Virginia/USA - Oberpfälzer Künstlerhaus,
Schwandorf
2001 Diplom als Meisterschüler an der Akademie der Bildenden
Künste München (Bildhauerei Klasse Olaf Metzel)
1999 Austausch, Villa Arson Nizza, Stipendium des Deutsch-Französischen
Jugendwerks
Gruppenausstellungen und Projekte (Auswahl)
2004 Schichtwechsel, Ausstellung, Halle 14, Stiftung Federkiel,
Baumwollspinnerei Leipzig
2003 Urbane Strategien, Symposium Kunstprojekte Riem München,
Raumkonzept und dokumentarisches Display
Dirty Future, Ausstellung, Gallery2, Chicago
2002 A Distance, Webcam-Projekt zusammen mit Collège
Invisible beim Festival Accès-s, Musée des Beaux Arts,
Pau
Splash, Collège Invisible Session, Ausstellung, Paris Project
Room, Paris
2001 2003 KunstPraxis 1-4 kuratorische innerbetriebliche
Projekte zusammen mit
Anja Casser für Siemens Arts Program, München
2001 Natürlich Künstlich, Ausstellung, Botanischer
Garten München
2000 Left a good job in the city, Ausstellung, care of, Mailand
1999 - 2001 Galerie Goldankauf, Gruppenprojekt mit Nevin Aladag
und Alexander Laner, Gartenhaus der Akademie der Bildenden Künste
und Kunstraum München
1999 Schöpfung, Ausstellung, Diözesanmuseum Freising
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