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Ausstellungsdauer: 09.07.2004 03.08.2004 Bei Annita und Gerd Im 14.16. Jahrhundert verwandte man die Butzenscheibe als Fensterverglasung. In den 70er Jahren tauchte sie vornehmlich in kleinbürgerlichen Wohnstuben wieder auf, wo sie eine wohlige Atmosphäre verbreiten sollte. Simone Böhm läßt in ihrer Arbeit das gemütlich Heimelige ins Unheimliche und Bedrohliche kippen. Seit 1997 sind Konzepte für Rauminstallationen unterschiedlicher Ausrichtung und Wirkungsweise entstanden. Für ihre Abschlussarbeit an der Kunstakademie München glad to be sad wählte Simone Böhm das Motiv des Feuerwerks. Für sie ein Sinnbild, um gleichzeitig den Abschied von einem Lebensabschnitt und den Aufbruch in eine neue Sphäre zu beschreiben. In glad to be sad sehen wir ein Feuerwerk nicht in Realzeit, sondern verschleppt. Das Verglühen der Funken gerät zu einem langsamen Abschied von der Vergangenheit, bei dem der Funken buchstäblich in die Gegenwart überspringt. Die gewählten Motive, die Dunkelkammer als Präsentationsort
sowie die Blitzinstallation als Lichtquelle spielen auf die magische
Wirkung von Aspekten an, die gewöhnlich der Fotografie zugeordnet
sind: Als privater Erinnerungsträger vermag sie die Spuren des
Vergangenen zum Sprechen zu bringen. Gleichzeitig sichert sie durch
ihren Status als Lichtabdruck und indexikalisches Medium die Spuren
der flüchtigen Realität. Der Augenblick, in dem Objekt und
Objektiv Simone Böhm, geboren 1971 in Burglengenfeld, lebt in Berlin. 1992 1997 Studium der Bildhauerei an der Akademie der
Bildenden Künste München in der Klasse Olaf Metzel Ausstellungsbeteiligungen (Auswahl) |